Der Digitalfunk ist da!, 03.02.2012
Feuerwehr Wadersloh bereitet sich mit umfangreichem Migrationskonzept intensiv auf die Einführung der neuen Technik vor.
Seit einigen Jahren verfolgen Bund- und Länder das Ziel, ein einheitliches Sprach- und Datenfunksystem bei allen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben einzuführen. Da die Umstellung aufgrund mehrerer Faktoren zu einem Parallelbetrieb von analoger und digitaler Kommunikationstechnik führen wird, wurde es als notwendig erachtet ein Migrationskonzept für die Belange der Freiwilligen Feuerwehr Wadersloh zu erstellen. Aus diesem Grund konstituierte die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr Wadersloh im Juni 2010 den Arbeitskreis Digitalfunk der Freiwilligen Feuerwehr Wadersloh und beauftragte diesen mit der Erstellung eines Migrationskonzeptes. Zusätzlich sollte mit diesem Konzept eine belastbare Grundlage für die haushaltspolitische Investitionsplanung erarbeitet werden.
Im April 2011 wurde das ausgearbeitete Konzept erstmals der Leitung der Feuerwehr vorgestellt und zur Einführung empfohlen. In den darauf folgenden Monaten wurde das Dokument weiter fortgeschrieben und an die aktuellsten Vorgaben und Handlungsempfehlungen des Landes, wie zum Beispiel der OPTA-Richtlinie mit landesspezifischen Regelungen für NRW, angepasst.
Allgemein gliedert sich das Konzept in vier wesentliche Bereiche; der Definition von unterschiedlichen Migrationsstufen, einem an die örtliche Führungsorganisation angepasstes Funkkonzept, einer Funkrufnamensystematik für die Einsatzstellenkommunikation und einer Empfehlung zum Ausstattungsumfang von Einsatzfahrzeugen.
Im Vorfeld erstellte der Arbeitskreis bereits ein umfangreiches Leistungsverzeichnis und führte zusammen mit der Verwaltung den Beschaffungsvorgang für die ersten 27 Endgeräte und weiterem Zubehör durch.
Nach der Zustellung der erforderlichen BOS-Sicherheitskarten können die ersten Anwenderschulungen seit Oktober 2011 mit den neuen Endgeräten durchgeführt werden. Diese sind im Frühjahr 2012 abgeschlossen. Die weiteren Planungen sehen vor, dass die neue digitale Funktechnik nach einer zusätzlichen praktischen Übungsphase ab Mitte 2012 auch operativ-taktisch auf der Führungsebene genutzt werden kann.
Im Anschluss daran sollen die einzelnen Arbeitsgesprächsgruppen der Löschzüge auf die digitale Funktechnik umgestellt werden.



