Die Feuerwehr fürs Leben, 19.11.2011

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Ein strahlender Tag. Die Dienstanzüge passen. Die Honoratioren gucken würdig und wünschen alles Gute. 30 Jahre ist das jetzt her. Tanja Rolf blättert in einem zerlesenen Protokollbuch mit vielen Fotos. Sie leitet heute die Jugendfeuerwehr des Davertdorfes, die damals gegründet wurde und jetzt Geburtstag feiert.


Tanja Rolf leitet die Jugendfeuerwehr.

Gemeinsam möchte man sich erinnern, wie das einst war, am wunderschönen 30. Mai 1981, als die Jugendfeuerwehr in Rinkerode ins Leben gerufen und ein neues Löschfahrzeug in Dienst gestellt wurde. Wehrführer war damals Willi Schneider. Erster Jugendwart und damit Leiter der Jugendfeuerwehr wurde Heinz-Josef Vieth, sein Stellvertreter war Peter Woywod. Der leitete später selbst lange die Jugendfeuerwehr. Seine Nachfolger wurden Ludger Entrup, André Höflich, Markus Richter, Marc Wentingmann und schließlich Tanja Rolf. 14 Gründungsmitglieder hatte die Jugendfeuerwehr einst, sieben von ihnen sind heute noch als Feuerwehrleute aktiv.

Bis zu 19 Mitglieder waren seitdem in den 30 Jahrgängen der Jugendfeuerwehr dabei. Viele von ihnen blieben bei der Feuerwehr. Zum Beispiel Ralf Rips, heute Stellvertretender Leiter der Werkfeuerwehr von BASF Coatings in Münster-Hiltrup.

Acht Mitglieder

Momentan nehmen zwar nur acht junge Leute montags von 18.30 bis 20.30 Uhr an den Treffen im Gerätehaus teil, aber Jugendwartin Tanja Rolf ist sich sicher, dass bald wieder neue Mitglieder dazustoßen werden. Schließlich haben viele der 50 Löschzugmitglieder Kinder, die auch zur Feuerwehr möchten.

Jungen und Mädchen ab zwölf Jahren können bei der Jugendfeuerwehr mitmachen, erklärt die Jugendwartin. Sie lernen früh, was man bei der Feuerwehr so wissen muss: Schlauchkunde ist wichtig, Fahrzeug- und Gerätekunde sind es natürlich auch. Vermittelt wird dieses Wissen durch die in der Ausbildung stets aktiven Brandmeister. Genauso wichtig ist aber auch „ganz viel Jugendarbeit“, betont die gelernte Erzieherin Rolf: Es gibt Zeltlager, Ferienfreizeiten, spannende Einsatzsimulationen und Spiele bei der „24-Stunden-Übung“ sowie interessante Ausflüge. Und es gibt einen wichtigen Unterstützer der Jugendarbeit: Feuerwehrmann Arno Witte. Er hilft dem Nachwuchs, wo er kann.

Spaß am Teamwork

Spaß am Teamwork und Interesse am Helfen sollten Jugendfeuerwehrleute in spe zum ersten Treffen mitbringen, so die Jugendwartin. Das große Ziel der gemeinsamen Aktivitäten ist natürlich der Eintritt in den aktiven Feuerwehrdienst. Nach dem Erreichen des 18 Lebensjahres und der Absolvierung entsprechender Lehrgänge ist dies möglich, erläutert Tanja Rolf, die die erste Feuerwehr-Jugendwartin im Kreis Warendorf ist.

Die jetzt 31-Jährige kam über ihren Bruder Sebastian zur Feuerwehr. 2002 gestaltete sie auf dessen Wunsch einen Kennenlernabend mit der Jugendfeuerwehr Ernsthausen, die gerade in Rinkerode zu Gast war. „Sie haben mich nicht mehr gehen lassen“, schmunzelt die Jugendwartin, die natürlich auch ausgebildete Feuerwehrfrau ist.

Und was nimmt man mit von der Jugendfeuerwehr ins spätere Leben? Tanja Rolf legt das alte Protokollbuch zur Seite. „Dass einem Helfen nicht egal ist“, sagt sie entschieden.

Text und Bild: Dreingau Zeitung