Fiktive Gefahr durch ölige Lappen und einen Gastank, 22.10.2011

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Erfolgreiche Absolventen des Feuerwehr-Grundlehrgangs stemmen Übungsszenario bei Linnemann-Schnetzer


Sie haben sich gemeinsam vorbereitet, dabei auch mal gerieben, aber am Ende immer wieder zusammengefunden – so fasste Wehrführer Walter Wolf die Entwicklung des Grundausbildungslehrgangs zusammen, der am Samstag an der Feuerwehr-Hauptwache abgeschlossen wurde. „Es ist am Ende gelungen, eine funktionsfähige Einheit zu bekommen“, lobte Wolf.
22 Teilnehmer, darunter fünf junge Frauen, wurden durch Rainer Pottgüter sowie dessen Stellvertreter Dieter Gerbsch und Guido Sellenrieck in die Grundfertigkeiten des Brandbekämpfungseinsatzes eingeführt. „Einen Monat lang hat sich die Gruppe jeden Freitag, Samstag und Sonntag getroffen“, erklärte Pottgüter. „Heute können sie zeigen, was sie gelernt haben.“
Dazu diente eine Übung auf dem Gelände der Firma Linnemann-Schnetzer, die der Feuerwehr bereits in den Vorjahren diese Möglichkeit gegeben hatte. „Ihr werdet gleich Aufträge bekommen. Dem einen oder anderen werden auch Fragen gestellt“, bereitete Walter Wolf die Truppe vor, bevor sich die Fahrzeuge schließlich in Bewegung setzten. Angenommen wurde, dass es bei Linnemann-Schnetzer zu einer Verpuffung im Bereich einer der Hallen gekommen ist. „Auf der Rückseite befindet sich ein Palettenlager, in dem auch ölgetränkte Lappen liegen“, erklärte Pottgüter. Noch prekärer: Zwei Gastanks stehen in unmittelbarer Nähe. „Die Einsatzkräfte müssen sich neben dem Löschangriff auch darum kümmern, dass die Tanks gekühlt werden. Gas und Feuer – da weiß man, was passieren kann“, verdeutlicht der Lehrgangsleiter im „AZ“-Gespräch. Im Handumdrehen, wenn auch noch nicht mit gefestigter Routine, wurden C-Schläuche und ein B-Rohr verlegt.
Im Ernstfall würde Spezialschaum zum Einsatz kommen, doch der ist für Übungszwecke zu teuer. Deswegen begnügen sich die Lehrgangsabsolventen mit Wasser. Mit Erfolg: Nach gut eineinhalb Stunden haben sie ihre Abschlussurkunde in der Tasche. 

 

Teilnehmer: Simon Lembken, Ahmet misini, Lisa Mühl, Christian Plätzer (alle Löschzug Dolberg), Tabea Sinnreich (Löschzug Ahlen-Süd), Marvin Dünninghaus, Benedict Vornholt (Löschzug Vellern), Patrick Ahlers, Lars Halbur, Jan Homberg, Sebastian Keller, Florian Linnemann, Nora-Christine Luicke, Franziska Müller, Björn Rößler (alle Löschzug Beckum), Julian Brexler, Sven Johannvorderbrügge, Nele Brune (alle Löschzug Ennigerloh), Sebastian Drees (Löschzug Liesborn), Marc Jahnke (Löschzug Westkirchen), Sebastian Lüke (Löschzug Diestedde) und Wolfgang Menz (Löschzug Göttingen).
Lehrgangsleiter: Rainer Pottgüter, Dieter Gerbsch und Guido Sellenrieck.
Lehrinhalte: Rechtsgrundlage, Fahrzeug- und Gerätekunde, Brand- und Löschlehre, Grundtätigkeiten im Löscheinsatz und Rettung, Gefahren der Einsatzstelle, Grundlagen Sprechfunk, Löschwasserentnahme, Brandsicherheitswachen, Grundlagen Gefährliche Stoffe und Güter. 

 

Text und Bilder, (c) Christian Wolff, Ahlener Zeitung