Brand in leerstehendem Gebäude, 30.10.2010

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Bei einem Brandeinsatz in einen leerstehenden Wohnhaus in der Wilhelmstraße, wurde beim Einsturz einer Zwischendecke ein Feuerwehrmann im Innenangriff unter schwerem Atemschutz leicht verletzt.


Passanten entdeckten gegen 08:37 Uhr aus dem ersten Obergeschoß eine Rauchentwicklung und informierten die Feuer- und Rettungsleistelle Warendorf, die mit dem Stichwort „Feuer im Gebäude“ die Löschzüge 1&2 Warendorf alarmierten.
Bereits sechs Minuten nach der Alarmierung traf der stellv. Leiter der Feuerwehr Christof Amsbeck an der Einsatzstelle ein, und konnte eine erste Erkundung vornehmen. Zwei Minuten später folgte das Hilfeleistungslöschfahrzeug vom Standort Holzbach. Nach erster Lageerkundung wurde ein Brandausbruch mit noch unbekannter Ausweitung im Gebäudeinneren festgestellt. Somit wurde um 08:48 Uhr eine Alarmerhöhung auf „Feuer 2 Züge“ veranlasst. Die Einsatzkräfte verschafften sich über einen Nebeneingang einen gewaltsamen Zugang zum Gebäudeinneren. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz ging unter Vornahme eines C-Rohres zur genaueren Lokalisierung und Brandbekämpf-ung vor. Obwohl das Gebäude seit längerer Zeit unbewohnt war, konnte zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, dass sich unbefugte Personen im Haus befinden. Bei der Schaffung von weiteren Lüftungsmaßnahmen, brach plötzlich im betroffenen Zimmer im ersten Obergeschoß der marode Fußboden ein, und der Kamerad fiel in einem Hohlraum von knapp 2m zwischen dem ersten Ober- und Erdgeschoß. Ein bereitstehender Rettungstrupp begab sich sofort und unter Mithilfe einer Steckleiter zur Rettung ins Gebäude. Der Verunglückte konnte zügig aus seiner misslichen Lage befreit und ins Freie gebracht werden. Außer einem Schrecken und einer Knieverletzung die abschließend im Krankenhaus noch behandelt wurde, verlief der Unfall zum Glück noch glimpflich ab.

Zur weiteren Entrauchung des Gebäudes kam ein Hochleistungslüfter zum Einsatz. Um an den Brandherd in der Zwischendecke zu kommen, wurde der Fußboden im ersten Obergeschoß mit einer Rettungssäge aufgenommen und unter der Vornahme von Löschnägeln (Fog-Nails) und einem C-Rohr abgelöscht. Vom Erdgeschoß her wurde ein Teil der Decke aufgenommen.

Hierbei kam auch die Wärmebildkamera zum Einsatz. Eine Brandausweitung im Gebäude konnten die Einsatzkräfte verhindern.

Auf Grund des bereits fortgeschrittenen Abbrands der Holzträger, kann von einer bereits frühen Brandentstehung gesprochen werden.

Die Löschzüge 1+2 der Feuerwehr Warendorf waren unter der Einsatzleitung vom Löschzugführer BOI Burkhard Tovar, mit acht Einsatzfahrzeugen der Löschzüge Warendorf und Vohren und einem NEF sowie zwei RTW der DRK-Rettungswache Warendorf, mit insgesamt 43 Einsatzkräften bis 10:25 Uhr vor Ort im Einsatz. Die Kripo übernahm die Ermittlungen zur Brandentstehung auf. Da es zur Zeit keine Hinweise auf einen technischen Defekt als Brandursache gibt, kann eine vorsätzliche Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden. Zeugen, die auch im Verlauf der Nacht schon verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizei in Warendorf zu melden. Der Sachschaden kann zur Zeit nicht beziffert werden.


Vor Ort:
Löschzüge 1+2 Warendorf - Standort Am Holzbach: ELW 1, HLF 20/16, DLK 23/12, TLF 16/25, RW

Löschzüge 1+2 Warendorf - Standort Nord: ELW 1, LF 8/6

Löschzug 7 Vohren: LF 16/12
Wehrführung: PKW 23-01, PKW 23-03
DRK Rettungsdienst Warendorf: NEF, RTW 1, RTW 3

Kreis Warendorf: Kreisbrandmeister (H. Nordhoff)
Polizei