Manche mögen´s heiß , 07.07.2010

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Es ist heiß, die Luft ist voller Rauch. Kein Ort, an dem man gern sein möchte. Ein kurzer Aufenthalt darin und ein einziger Gedanke macht sich breit: „Raus hier“. Doch den müssen die Männer in ihren Schutzanzügen unterdrücken. Im Rahmen ihrer Weiterbildung mussten die Feuerwehrleute aus Ostbevern, Telgte, Everswinkel, Sendenhorst und Drensteinfurt, die sich am Wochenende zur interkommunalen Zusammenarbeit trafen, viele Aufgaben lösen und Taktiken zur Brandbekämpfung lernen.


Eine heiße Kiste: Im Rauchgascontainer mussten die Feuerwehrleute erst eine Gasflasche finden und bergen. Danach galt es, den Brand zu löschen. Foto: Höggemann

Der Weiterbildungslehrgang findet seit 15 Jahren regelmäßig an unterschiedlichen Orten statt. Teilnehmen können alle Wehrmänner und -frauen, die den Grund-, den Sprechfunk- und den Atemschutzgerätetrainerlehrgang mitgemacht haben. Diesmal stellte die Feuerwehr der Bevergemeinde ihren Platz für die Übungen zur Verfügung.

 

Eingeteilt wurden die Teilnehmer in drei Achtergruppen, um gemeinsam die Stationen zu durchlaufen. Zuerst wurden sie in die Handhabung des Hohlstrahlrohrs eingeführt. Mit diesem können die Helfer drei Wasserstrahlarten nutzen.

 

„Der Erste ist der direkte Strahl zur Feuerbekämpfung. Mit Hilfe des Sprühstrahls kann der Qualm gekühlt werden und der dritte Strahl bildet einen Schutzpilz über den Arbeitern, wenn diese sich auf den Boden legen“, berichtet Dirk Kleiböhmer von der Feuerwehr Drensteinfurt. „Dieses Rohr hilft uns bei kontrolliertem Einsatz, Feuer und Rauch besser unter Kontrolle zu bekommen“.

 

An der zweiten Station lernten die Feuerwehrleute den Umgang mit einer Wärmebildkamera. „Die Kamera hilft uns, Personen anhand der Temperaturmessung zu lokalisieren“, so Kleiböhmer.

 

Der dritte Einsatzort war für alle Feuerwehrmänner der interessanteste: ein Rauchgascontainer zur Brandsimulation. Die Blauröcke probten den Ernstfall: den Rauch abkühlen, in den Raum krabbeln, den Brandherd finden, löschen. Allerdings mussten sie zunächst eine Gasflasche aus dem Container entfernen, um anschließend das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Begleitet wurden sie hier von zwei Spezialisten.

 

Foto und Text: Maike Höggemann, WN